Die Vinschgauer Gebietweinkost

Im Mai 1983 wurde erstmals der Versuch gewagt, eine für die Allgemeinheit zu-gängliche Gebietsweinkost zu organisieren. Den Fachleuten und Weinliebhabern wurden damals 48 Eigenbauweine, davon rund 28 gemischte Rotweine (Vernatsch) angeboten.

Da diese erste Gebietsweinkost ein großer Erfolg war, konnte man die darauf-folgenden beruhigt planen und abhalten.

Die Anzahl der ausgestellten Weine war jahrgangs- und qualitätsbedingt eher unregelmäßig. In den ersten Jahren hatte man oft Mühe gute Weine überhaupt zu bekommen. Doch im Laufe der Jahre ist eine kontinuierliche Qualitätssteigerung und Verfeinerung der Weine zu verzeichnen.

Bei der 10. Vinschgauer Gebietsweinkost (1992) konnte man bereits eine Ver-schiebung bei den Sorten feststellen. So haben der Blauburgunder,Weißburgunder, Müller Thurgau und vor allem der Riesling an Bedeutung gewonnen.

Ausgetragen wurden die ersten 11 Dorfverkostungen dankenswerterweise im Hotel Sand in Tschars, die 2 nächsten Jahre abwechselnd im Hotel Linde (Schlanders), Restaurant Kuppelrain (Kastelbell) und Wiedenplatzer Keller (Naturns).

Die neueren Räumlichkeiten sind jene des Schloss Kastelbell, in dem diese typische Weinkost 4 Jahre lang organisiert wurde. Seit nun 3 Jahren bildet das Schloss Goldrain den passenden Rahmen für diese Veranstaltung.

Bei der 18. Gebietsweinkost sticht die Sorte Zweigelt besonders hervor, sowie auch der Blauburgunder und Weißburgunder, die nun auch im Vinschgau Fuß gefasst haben.



Sorte       
1. VGWK
10. VGWK   

20. VGWK

Vernatsch                       (-)
25
19
15
Blauburgunder             (+)
4
6
11
Zweigelt                         (+)
0
0
10
Fraueler                         (-)
6
4
1
Silvaner                          (-)
4
2
1
Müller Thurgau             (+)
3
5
6
Weiburgunder              (+)
3
5
11
Riesling                        (+)
0
2
3
(+) = zunehmend, (-) = abnehmend

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